Meine Nikon D5300
Lange mein leichtes Gehäuse für unterwegs – heute fotografiere ich nicht mehr mit ihr. Und das hat Gründe.
Die D5300 war viele Jahre meine Kamera für Ausflüge in die Natur: klein, leicht, mit Klappmonitor und für ihre Zeit richtig guter Bildqualität. Aber Technik altert – und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich sie immer seltener in die Hand nehme. Inzwischen liegt sie im Schrank. Hier erzähle ich ehrlich, warum die Zeit über sie hinweggegangen ist.
Auf einen Blick
24,2 MP APS-C (DX) ohne Tiefpassfilter · F-Bajonett (kein AF-Motor im Gehäuse) · 39-Punkt-AF (9 Kreuzsensoren) · bis 5 Bilder/s · ISO 100–12.800 (erweiterbar 25.600) · schwenk- und drehbarer 3,2″-Monitor · WLAN & GPS integriert · 1× SD-Slot · Kunststoffgehäuse · Full-HD-Video.
Zu ihrer Zeit stark
2013 war die D5300 ein tolles Paket: ein scharfer 24-MP-Sensor ohne Tiefpassfilter, eingebautes WLAN und GPS – damals alles andere als selbstverständlich – und der schwenkbare Monitor, der mir in der Natur Frosch- und Vogelperspektiven leicht gemacht hat. Klein, leicht, unkompliziert. Für Tagesausflüge war sie lange meine erste Wahl.
Die Nachteile heute
Der kleine Pentaspiegel-Sucher zeigt nur rund 95 % des Bildfelds, der 39-Punkt-AF klebt in der Bildmitte, und im Live-View ist der Autofokus quälend langsam. Es gibt keinen Touchscreen, kein abgedichtetes Gehäuse, nur einen Kartenslot – und ohne AF-Motor im Body brauchen ältere Objektive manuellen Fokus. Bei höheren ISO-Werten wird es schnell rauschig, und der Puffer ist bei Serien rasch am Ende.
Warum ich nicht mehr mit ihr fotografiere
Am Ende war es keine einzelne Schwäche, sondern die Summe: Neben der Z6 II und selbst der D7100 fühlte sich jeder Griff zur D5300 wie ein Kompromiss an – beim Sucher, beim Autofokus, bei wenig Licht. Fotografieren soll für mich flüssig sein, ohne dass die Technik bremst. Genau das konnte sie irgendwann nicht mehr leisten, und so blieb sie immer öfter zu Hause – bis ganz.
In Dankbarkeit aussortiert
Die D5300 hat mir viele schöne Naturmomente geschenkt und mich ein gutes Stück meines Weges begleitet. Aber ich bin ehrlich: Heute hält sie mit meinen Anforderungen nicht mehr mit, und deshalb fotografiere ich nicht mehr mit ihr. Sie bleibt trotzdem Teil meiner Geschichte – als die Kamera, die immer dabei war, als leicht und unkompliziert noch wichtiger waren als perfekt.